Künstlerinnen gegen den Krieg

„Crown Letter“ sammelt schöpferische Positionen für Ende des Überfalls auf die Ukraine

Das internationale Online-Kunstprojekt „The Crown Letter“ bezieht Stellung gegen den völkerrechtswidrigen Krieg Russlands gegen die Ukraine. Unter dem Motto „Stop invasion of Ukraine“ (Stoppt die Invasion der Ukraine) veröffentlichte die Webseite in dieser Woche die Beiträge von knapp 20 Künstlerinnen aus verschiedenen Ländern, darunter auch aus Russland und der Ukraine.

Weitere Künstlerinnen seien eingeladen, sich gegen den Krieg zu positionieren, hieß es: „Dieses künstlerische Fenster wird geöffnet bleiben, um Stimmen zu empfangen, die den Frieden fordern.“

„The Crown Letter“ wurde im April 2020 während des ersten Corona-Lockdowns von der Künstlerin Natacha Nisic (Paris) ins Leben gerufen. Die Seite präsentiert und vernetzt mehr als 50 Künstlerinnen aus aller Welt. Im vergangenen Jahr erhielt Nisic dafür den Hans-und-Lea-Grundig-Preis in der Kategorie Kunstvermittlung. Gruppenausstellungen fanden bislang in Frankreich, Argentinien und Uruguay statt.

Ein vergessenes Talent aus Safed

Leben und Werk des Bildhauers Jussuf Abbo: Online-Vortrag von Grundig-Preisträgerin Dorothea Schöne

Den facettenreichen und zu Unrecht vergessenen Künstler Jussuf Abbo (1888–1953) präsentierte die Leiterin des Kunsthauses Dahlem, Dorothea Schöne, am 2. März 2022 in einem Online-Vortrag. Unter dem Titel „Jussuf Prince of Thebes – Re-constructing the life and work of a forgotten talent from Safed“ ist sie bei der Fritz Asher Society in New York City (USA) zu Gast. Die Gewinnerin des Hans-und-Lea-Grundig-Preises 2021 in der Kategorie Kunstgeschichte wird dabei auch auf die traumatische Fluchterfahrung des Bildhauers aus Nazi-Deutschland und sein Exil in England eingehen.

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Kunst als Widerspruch

Publikation zur Neuprofilierung des Hans-und-Lea-Grundig-Preises unter der Schirmherrschaft der Rosa-Luxemburg-Stiftung erschienen

Zum fünften Mal ist im vergangenen Jahr der Hans-und-Lea-Grundig-Preis unter der Schirmherrschaft der Rosa-Luxemburg-Stiftung vergeben worden. [LINK]

Die aktuellen Preisträgerinnen Rajkamal Kahlon, Dorothea Schöne (beide Berlin), Natacha Nisic (Paris) und Rudolf Herz (München) und ihre ausgezeichneten Werke werden in der jüngst erschienenen Publikation „Kunst als Widerspruch“ vorgestellt. Die 56-seitige Broschüre widmet sich darüber hinaus dem Anliegen und der Neuprofilierung des Preises seit dem Jahr 2011 und geht auf die Bedeutung von Kunst und Kultur für die politischen Bildungsarbeit ein. Die Namensgeberinnen Lea Grundig (1906–1977) und Hans Grundig (1901–1958) werden ebenso vorgestellt wie die internationale Jury sowie die Preisträger*innen der Vorjahre.

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Hans-und-Lea-Grundig-Preis 2021

Der Hans-und-Lea-Grundig-Preis geht in diesem Jahr an die Künstler*innen Rajkamal Kahlon (Berlin),  Rudolf Herz (München) und  Natacha Nisic (Paris) sowie an die Kunsthistorikerin Dorothea Schöne (Berlin). Darauf verständigte sich die neunköpfige Jury unter dem Vorsitz von Rosa von der Schulenburg und Eckhart Gillen mehrheitlich nach intensiver Diskussion am 19. Mai 2021 in Berlin.

Lobende Erwähnung finden die Einreichungen der Künstlerinnen Carla Adra (Paris) und der in Birmingham geborenen Jessica Ostrowicz sowie des Kunsthistorikers Peter Chametzky (University of South Carolina, Columbia, USA).

Um den Preis waren mehr als 240 Bewerbungen eingegangen, darunter Arbeiten aus den USA, Israel, der Schweiz, Großbritannien, Norwegen und der Ukraine sowie von internationalen, in der Bundesrepublik lebenden Künstler*innen.

Rajkamal Kahlon wird die Auszeichnung in der Kategorie Bildende Kunst für ihr antirassistisches und kolonialismuskritisches Werk „Die Völker der Erde“ zuerkannt. Rudolf Herz erhält den Preis in derselben Kategorie für sein dreiteiliges erinnerungspolitisches Projekt „Lenin Komplex“.

Natacha Nisic konnte in der Kategorie Kunstvermittlung mit dem kollaborativen Online-Projekt „The Crown Letter“ überzeugen, das während der Corona-Pandemie weltweit Künstlerinnen präsentiert und vernetzt. Dorothea Schöne wird in der Kategorie Kunstgeschichte für ihr biografisches Ausstellungsprojekt über den nahezu vergessenen Berliner Bildhauer Joseph M. Abbo geehrt, der 1935 vor den Nazis nach London fliehen musste und verarmt im Exil verstarb.

Die Preisverleihung war für den 12. Dezember 2021 (Sonntag) im Jüdischen Museum in Frankfurt am Main geplant. Pandemiebedingt kann sie leider nicht stattfinden und wurde in das kommende Jahr verschoben. Informationen zum neuen Termin und dem Veranstaltungsort folgen.

Zur Neuaufstellung und Entwicklung des Preises seit der Übernahme durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung vor zehn Jahren ist die Publikation „Kunst als Widerspruch. Der Hans-und-Lea-Grundig-Preis 2011 – 2021“ [LINK] erschienen.

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Auslobung des Hans-und-Lea-Grundig-Preises 2021

Unter der Schirmherrschaft der Rosa-Luxemburg-Stiftung wird in Erinnerung an Hans Grundig (1901–1958) und Lea Grundig (1906–1977) der gleichnamige Preis für künstlerische, kunsthistorische und kunstvermittelnde Leistungen vergeben. Bewerbungsende ist der 31. März 2021.

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