Publikation
Lea Grundig. Kunst für die Menschen
von Maria Heiner in der Reihe Jüdische Miniaturen erschienen

Die langjährige Wegbegleiterin und intime Kennerin des Werkes von Lea Grundig, Dr. Maria Heiner, legt mit der Publikation Lea Grundig. Kunst für die Menschen, erschienen als Band 184 in der Reihe Jüdische Miniaturen beim Berliner Verlag Hentrich & Hentrich, eine ausführliche biografisch-kunsthistorische Würdigung des Schaffens der jüdischen Grafikerin und Kulturpolitikerin vor. Heiner zeichnet dabei den Weg Grundigs aus ihrem jüdischen Elternhaus, über das Studium an der Dresdner Akademie, den Widerstand gegen das NS-Regime und die Jahre von Flucht und Exil bis hin zur Rückkehr nach Dresden im Jahre 1949, sowie ihre weitere Entwicklung in der DDR nach. Besondere Aufmerksamkeit widmet Heiner dabei den hebräischen Kinderbuchillustrationen der Grundig, die während ihrer Emigration in Palästina entstanden waren. An diese konnte sie mit den grafischen Arbeiten zu deutschsprachigen Klassikern nach dem II. Weltkrieg auch in ihrer Heimat erfolgreich anknüpfen.

Die Hans-und-Lea-Grundig-Stiftung gratuliert Dr. Maria Heiner zu ihrer wichtigen Publikation!

12. Oktober 2016, 19 Uhr
riesa efau Kultur Forum Dresden
Den Opfern eine Stimme geben.
Zur künstlerischen Auseinandersetzung mit dem NSU-Komplex

Podiumsdiskussion im Begleitprogramm des Hans-Grundig-Kolloquiums

Mit Esther Dischereit (Wien/Berlin), Hannah Maischein (München) und Regina Weiss (Berlin). Moderation: Denise Ackermann (riesa efau).
Begrüßung: Susann Scholz-Karas (Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen)

Welchen Beitrag kann die Kunst angesichts der weitgehend unbefriedigenden Aufarbeitung der NSU-Mordserie leisten? Ist sie nötig, um die Opfer der rassistischen Gewalttaten in ihrer Individualität sichtbar zu machen? Spricht sich in der Trauer endlich aus, was die Politik nicht zu sagen weiß? Die Kulturwissenschaftlerin Hannah Maischein und die Fotografin Regina Weiss haben im Jahr 2014 ihr Interviewprojekt Sprachlose Gegenstände stoßen uns an – Nachdenken über Theodoros Boulgarides über ein Münchner Mordopfer des NSU veröffentlicht. Im selben Jahr brachte Esther Dischereit, Professorin für Sprachkunst an der Wiener Universität für angewandte Kunst, ihr Buch und Hörspiel Blumen für Otello. Über die Verbrechen von Jena heraus, die auch dokumetarische Spuren zu den Tätern enthalten. Die Beiträge von Maischein/Weiss und Dischereit wurden im Jahr 2015 von der Jury des Hans-und-Lea-Grundig-Preises, dem Kunstpreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung, lobend erwähnt.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Hans-und-Lea-Grundig-Stiftung, riesa efau Kultur Forum Dresden, Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen und Rosa-Luxemburg-Stiftung

Ort:
riesa efau Kultur Forum Dresden, Konzertkeller, Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden

Weiterführende Informationen:
zu Esther Dischereit
zu Regina Weiss
zu riesa efau Kultur Forum Dresden

11.–12. November 2016 in Dresden
Kontinuität und Neuanfang: Hans Grundig nach 1945 in Dresden
Kolloquium der Hans-und-Lea-Grundig-Stiftung

In Vorbereitung der Ausschreibung zum Hans-und-Lea-Grundig-Preis 2017 veranstaltet die Hans-und-Lea-Grundig-Stiftung in Zusammenarbeit mit Dresdner Kulturinstitutionen und mit freundlicher Unterstützung durch die Rosa Luxemburg Stiftung ein Begleitprogramm, das sich sowohl kunsthistorischen, als auch gesellschaftspolitischen Themen widmet und damit das breite Spektrum der Hans-und-Lea-Grundig-Stiftung absteckt.
Einer bislang kaum beachteten Schaffensperiode des Dresdner Künstlers und Kulturpolitikers Hans Grundig (1901–1958) widmet sich die zweitägige internationale Konferenz «Kontinuität und Neuanfang. Hans Grundig nach 1945 in Dresden», die am 11. und 12. November 2016 in Dresden stattfinden wird.

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17. März 2016 um 18.30 Uhr im Albertinum Dresden
Bildergespräch über Hans Grundigs Gemälde Den Opfern des Faschismus
mit Prof. Dr. Georg Bussmann, Kunsthistoriker

Der Kunstwissenschaftler Georg Bussmann kuratierte zahlreiche Ausstellungen, in denen er das ambivalente Verhältnis von Kunst und Politik eindrucksvoll vor Augen führte. Mit seinem Kunstgespräch über Hans Grundigs Den Opfern des Faschismus im Albertinum knüpft er an diese Thematik erneut an.

Publikation «Lea Grundig: Kunst in Zeiten des Krieges» vorgestellt

Zur Preisverleihung am 26. November (siehe unten) wurde die mehrsprachige Publikation Lea Grundig: Kunst in Zeiten des Krieges der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Band enthält einen bisher weithin unbekannten Text von Lea Grundig aus dem Jahr 1944, den sie auf Hebräisch in der Zeitschrift Davar (Das Wort) veröffentlicht hatte. Der von Thomas Flierl herausgegebene Text mit einem einleitenden Essay von Oliver Sukrow liegt nun erstmalig sowohl in einer deutschen als auch in einer englischen Übersetzung vor.