Auslobung des Hans-und-Lea-Grundig-Preises 2017

Unter der Schirmherrschaft der Rosa-Luxemburg-Stiftung wird in Erinnerung an Hans Grundig (1901–1958) und Lea Grundig (1906–1977) der mit 10.000 € dotierte, gleichnamige Preis für künstlerische, kunsthistorische und kunstvermittelnde Leistungen vergeben. Bewerbungsende ist der 31. März 2017.

Call for entries for the Hans and Lea Grundig Prize 2017
Application deadline: 31 March 2017

A prize in the amount of 10,000 € and named in commemoration of the artists Hans Grundig (1901–1958) and Lea Grundig (1906–1977), under the patronage of the Rosa Luxemburg Foundation will be awarded for artistic and art historical achievement, as well as for achievement in the communication of art.

Resümee Hans-Grundig-Kolloquium 2016

Vom 11. bis 12. November 2016 fand als Kooperationsveranstaltung der Hans-und-Lea-Grundig-Stiftung, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, der Hochschule für Bildende Künste und der Städtischen Galerie (mit Unterstützung der Rosa-Luxemburg-Stiftung) das wissenschaftliche Kolloquium «Kontinuität und Neuanfang. Hans Grundig nach 1945 in Dresden» statt. Internationale KunsthistorikerInnen, HistorikerInnen und KuratorInnen diskutierten im Rahmen der zweitätigen internationalen Tagung den Stand der Forschungen zu Hans Grundig und entwickelten neue Zugänge zu diesem Kapitel der Dresdner bzw. deutsch-deutschen Geschichte. Eingeleitet wurde die Konferenz mit dem Festvortrag der US-amerikanischen Kunsthistorikerin Prof. Dr. April Eisman (Ames, Iowa) im Hermann-Glöckner-Saal des Albertinums, die einen weiten Überblick über die transatlantische Perspektive auf Kunst und Kultur der ehemaligen DDR gab. Aus Anlass der Veranstaltung wurde erstmalig seit langer Zeit wieder das Gemälde Herbst (1947) von Hans Grundig in den Ausstellungsräumen der Galerie Neue Meister Dresden dem Publikum präsentiert. Eine Dokumentation der verschiedenen Tagungsbeiträge finden Sie unter Kolloquium 2016.

11.–12. November 2016 in Dresden
Kontinuität und Neuanfang: Hans Grundig nach 1945 in Dresden
Kolloquium der Hans-und-Lea-Grundig-Stiftung

In Vorbereitung der Ausschreibung zum Hans-und-Lea-Grundig-Preis 2017 veranstaltet die Hans-und-Lea-Grundig-Stiftung in Zusammenarbeit mit Dresdner Kulturinstitutionen und mit freundlicher Unterstützung durch die Rosa Luxemburg Stiftung ein Begleitprogramm, das sich sowohl kunsthistorischen, als auch gesellschaftspolitischen Themen widmet und damit das breite Spektrum der Hans-und-Lea-Grundig-Stiftung absteckt.
Einer bislang kaum beachteten Schaffensperiode des Dresdner Künstlers und Kulturpolitikers Hans Grundig (1901–1958) widmet sich die zweitägige internationale Konferenz «Kontinuität und Neuanfang. Hans Grundig nach 1945 in Dresden», die am 11. und 12. November 2016 in Dresden stattfinden wird.

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14. November 2016, 15–17 Uhr (Workshop), 19 Uhr (Aufführung)
Staatsschauspiel Dresden, Kleines Haus, Bühne 3, Glacisstraße 28, 01099 Dresden
Translation. Überlegungen zum Turmbau zu Babel
Theaterstück und Publikumsgespräch zur Frage der Übersetzbarkeit von Biografien und Schicksalen

Theaterkollektiv um Performancekünstlerin Olga Jitlina im Montagscafé des Staatsschauspiels zu Gast / Veranstaltung im Begleitprogramm des Hans-Grundig-Kolloquiums.

Das Theaterstück Translation stellt die Frage nach der Übersetzbarkeit von Biografien und Schicksalen. Eine Gruppe politisch aktiver Flüchtlinge besteht darauf, die inquisitorischen Fragen eines Interviewers im Asylverfahren gemeinsam statt einzeln zu beantworten. Sie tragen Textstellen aus Andrej Platonows Roman Seele (Džan) in vier Sprachen vor und versuchen auf diese Weise, ein universelles Vokabular für ihre Situation zu finden. Als Übersetzerin agiert eine Sopranistin, die das Gesagte als Opernarien interpretiert.
Olga Jitlina brachte das Stück gemeinsam mit der Gruppe Lampedusa in Hamburg erstmals im Dezember 2015 beim Festival Nordwind in Hamburg auf die Bühne. In Dresden stellen sie und die Aktivist_innen das Werk in Auszügen vor und diskutieren mit dem Publikum über die Situation von Geflüchteten und ihre Kämpfe um Rechte und Anerkennung.

Von 15 bis 17 Uhr bietet das Theaterkollektiv einen Workshop zur künstlerischen Auseinandersetzung mit den Themen Flucht und Migration an.

Mit Olga Jitlina (Videokünstlerin, St. Petersburg), Ali Difi, Patrick Owusu, Anas Bardan (alle Lampedusa in Hamburg), Yulia Awerina (Sopranistin), David Lenard (Staatsschauspiel Dresden) u.a.

Eine gemeinsame Veranstaltung von Rosa-Luxemburg-Stiftung, Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen, Hans-und-Lea-Grundig-Stiftung und dem Staatsschauspiel Dresden.