Die Jury für den Hans und Lea Grundig Preis 2017

Eva Atlan, geb. 1969 in Frankfurt am Main (Französin), Kunsthistorikerin; Baccalaureat (Lycée Francais de Jerusalem, Israel), Studium der Kunstgeschichte, Romanistik, Klassische Archäologie 1987–1993, M.A. (1994), Promotion (1997), Forschungsaufenthalt in Boston, Mass. (1995). Freie Mitarbeiterin des Jüdischen Museums Frankfurt, Praktikum in der Kunstabteilung der Deutschen Bank und Kunstführungen, für verschiedene Galerien tätig. Sieben Jahre als Verkaufsrepräsentantin in der chemischen Industrie. Seit 2005 Leiterin der Kunst- und Judaica-Sammlung des Jüdischen Museums Frankfurt am Main.

Thomas Flierl, geb. 1957 in Berlin, Studium der Philosophie und Ästhetik an der Humboldt-Universität zu Berlin, 1985 Promotion. Tätigkeiten in Kulturverwaltung und Politik, u.a. 1990–1996 Leiter des Kulturamtes Prenzlauer Berg, 2002–2006 Senator für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Berlin; seit 2006 freiberuflich tätig als Kunst- und Bauhistoriker; seit 2007 u.a. Vorsitzender der Max-Lingner-Stiftung; betreute die Übernahme des Hans-und-Lea-Grundig-Preises durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung, Jurysekretär 2014/2015.

Eckhart Gillen, geb. 1947 in Karlsruhe, Kunsthistoriker und Kurator; studierte 1966–71 Kunstgeschichte, Germanistik und Soziologie an der Universität Heidelberg; Seit 1983 Mitarbeiter des Museumspädagogischen Dienstes/Kulturprojekte GmbH in Berlin; seit 2012 freischaffend; zahlreiche Ausstellungen und Veröffentlichungen mit den Schwerpunkten Kunst in der DDR/Kunst im Kalten Krieg; promovierte 2002 mit einer Arbeit über Bernhard Heisig an der Universität Heidelberg. 2003 Bürgerpreis zur Deutschen Einheit der Bundeszentale für Politische Bildung, 2011 Friedlieb-Ferdinand-Runge-Preis für unkonventionelle Kunstvermittlung.

Henning Heine, geb. 1971 in Leipzig, Volkswirt und Zeitungsredakteur; Studium in Bayreuth, Dublin und Berlin, ab 2001 hauptberuflich tätig für Tageszeitungen und Zeitschriften. Seit 2009 bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung, u.a. Projektmanager der Konferenz ÜberLeben in den Creative Industries. Heute Medienreferent und verantwortlicher Redakteur des Journals RosaLux.

Ladislav Minarik, geb. 1945 in Prag, Künstler und Professor (Kunst, Design, Interdisziplinäre Gestaltung), seit 2001 im Ruhestand als Privatdozent und Künstler tätig mit Schwerpunkt »Virtuelle Kunst und Kommunikation mit Applikation klassischer Medien«. Studium 1967–1969 Kunstakademie Prag, 1972-1975 Kunstakademie Karlsruhe (Meisterschüler), 1977–1978 Whitney Independent Study Program New York. 1980 Erhalt der deutschen Staatsangehörigkeit und 1981 Berufung zum Professor auf Lebenszeit. Lebt und arbeitet in Düsseldorf und Volterra/Italien.

Rosa von der Schulenburg, geb. 1958 in Augsburg, gelernte Restauratorin, Kunsthistorikerin; Studium der Kunstgeschichte an der Universität Heidelberg (M.A. und Dr. phil.), Habilitation zum Thema Exil an der Universität Frankfurt/Main, seit 2005 Leiterin der Kunstsammlung der Akademie der Künste, Berlin, seit 2008 zudem Lehrbeauftragte des Instituts für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin, zahlreiche Publikationen (auch unter dem Autorennamen Rosamunde Neugebauer).

Angelika Timm, geb. 1949 in Hildburghausen. Nahostwissenschaftlerin, studierte 1968–1973 Hebraistik und Arabistik an der Humboldt-Universität zu Berlin, Promotion 1976, 1988 Habilitation, 1994/95 Stipendiatin der Volkswagen-Stiftung in den USA, 1994–1996 leitete sie an der Humboldt-Universität das DFG-Projekt zur Position der DDR zu Shoah, Zionismus und dem Staat Israel, Gastprofessuren in Jerusalem, Innsbruck, Tel Aviv und Haifa, seit 1999 wissenschaftliche Mitarbeiterin der FU Berlin, leitete von 2009 bis 2014 das Auslandsbüro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Tel Aviv.

Tanya Ury, geb. 1951 in London (GB), Künstlerin/Autorin/Kuratorin; 1988 BA HONS in Fine Art, Exeter College of Art and Design (GB), 1989 Institut für Theater, Film und Fernsehwissenschaft, Universität zu Köln, ERASMUS Stipendium (D), 1990 Masters in Fine Art, Reading Universität (GB), 1991–92 Colin Walker Fellowship in Fine Art, (Stipendiatin & Gastdozentur) Sheffield Hallam University (GB), 1993 Umzug nach Köln, 2010 Doktorandin am Institut für Kulturwissenschaften, Universität Leiden (LUICD) (NL), zahlreiche internationale Ausstellungen und Veröffentlichungen. www.tanyaury.com

Ines Weizman, geb. 1973 in Leipzig, Studium an Bauhaus-Universität Weimar, Sorbonne, École d’Architecture de Belleville in Paris, University of Cambridge und Architectural Association School of Architecture London, wo sie 2005 promovierte. Seit 2001 Lehre an verschiedenen Schulen und Universitäten (Architectural Association, Goldsmiths College London, Berlage Institute Rotterdam, London Metropolitan University). Seit 2013 Professorin für Architekturtheorie an der Bauhaus-Universität Weimar. Leitung des Bauhaus-Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur sowie des Centre for Documentary Architecture an der BUW, zahlreiche Veröffentlichungen und Ausstellungen.

Jurysekretär:
Oliver Sukrow, geb. 1985 in Zwenkau b. Leipzig, Kunsthistoriker; 2005–11 Studium der Baltistik (B.A.) und Kunstgeschichte (M.A.) in Greifswald, Salzburg und Colchester (GB); 2010 Masterarbeit zu Lea Grundig als Präsidentin des VBKD (1964–70); 2011/12 Co-Kurator der Ausstellung Abschied von Ikarus. Bildwelten in der DDR — neu gesehen in Weimar; 2012 Hans-und-Lea-Grundig-Preis der RLS; 2012–16 Promotion an der Universität Heidelberg (Utopie in der bildenden Kunst und Architektur der DDR); 2014–16 Baden-Württemberg-Stipendiat am Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München; seit 2016 Universitätsassistent an der Abteilung Kunstgeschichte der TU Wien.